Silber Stater aus Pamphylia Aspendos um circa 400.v.Chr.
CHF 983.00
Silber Stater aus Pamphylia Aspendos, geprägt um circa 400.v.Chr, in Pamphylia Aspendos.
Avers: Zwei Ringer im Kampf.
Revers Legende: EΣTFEΔIIY. Schleuderer nach rechts, davor Triskeles.
Referenz Nummer: SNG Copenhagen 184. Erhaltung siehe Fotos. Hübsche Tönung. Garantiere die Echtheit der Münze. 1: Provenienz: Auktion SKA Bern 2 (1984). Nr. 245. 2: Herkunft Fachhandel CH, bei einem Experten gekauft, mit Universität Titel.
Gewicht circa: 10.54gr, und etwa Durchmesser: 22-23mm. Schätzwert circa ab 989.- Euro bis 1250.- Euro je nach Qualität. Info ohne Gewähr.
Aspendos war eine antike Stadt in Pamphylien in Kleinasien an der Südküste der jetzigen Türkei, in der Nähe des Dorfes Büyükbelkiz, etwa 5 km östlich von Serik. Das große Theater aus römischer Zeit ist eines der besterhaltenen der Antike. Es wird auch heute noch für Aufführungen genutzt. Die Stadt Aspendos ist nicht ausgegraben. Alle aufragenden Gebäude stammen aus der römischen Blütezeit des 2. und 3. Jahrhunderts n. Chr, als Aspendos ein bedeutendes pamphylisches Handelszentrum war.
Die Örtlichkeit liegt 46 Kilometer östlich von Antalya an der Straße nach Alanya. Aspendos soll nach der griechischen Überlieferung etwa im 12. Jahrhundert v. Chr. von Siedlern aus dem peloponnesischen Argos gegründet worden sein. Der legendäre Seher Mopsos, der auch von Städten wie Perge als Stadtvater verehrt wurde, galt als einer der Gründer. Die Münzen von Aspendos aus dem 5. bis 3. Jahrhundert v.Chr. zeigen den Namen Estwediiys (griechisch ΕΣΤFΕΔIIΥΣ), der wohl auf eine ursprünglich hethitische Gründung verweist, da anzunehmen ist, dass es sich um den örtlichen, pamphylischen Namen des Ortes handelte.
Bei dem Buchstaben F handelt es sich um das Digamma (δίγαμμα), das ursprünglich der sechste Buchstabe des griechischen Alphabets war und den Lautwert [w] hatte. Das Digamma ging im attisch-ionischen Dialekt bereits frühzeitig verloren und ist unter den griechischen Buchstaben, wie sie in der Schule gelehrt werden, nicht mehr vorhanden. Die Stadt hatte eine sehr wechselvolle Geschichte und stand im Verlauf von 800 Jahren unter lydischer, persischer, griechischer, ptolemäischer, seleukidischer, römischer, byzantinischer und seldschukischer Herrschaft. In der byzantinischen Periode wurde die Stadt eine Zeit lang Primoupolis genannt. Aus ihrer griechischen Geschichte ist wenig bekannt. Grabungen können zukünftig sicherlich mehr Erkenntnisse über die vorrömische Epoche bringen. Literarisch belegt ist die Schlacht am Eurymedon. Als Hafenstadt war Aspendos früher durch den Fluss Eurymedon, heute Köprü Çayı, mit dem Meer verbunden und dadurch zu bleibendem Wohlstand gekommen. Im letzten Kampf der Perserkriege schlug dort der athenische Feldherr und Flottenführer Kimon 466 v. Chr. die Perser in einer Doppelschlacht zu Land und zu Wasser.
Seitdem markierte der Eurymedon politisch die Sphärentrennung zwischen dem östlichen persischen Einflussgebiet und dem griechischen Kleinasien im Westen. Unter Alexander dem Großen wurde Aspendos nach anfänglichem Widerstand tributpflichtig. In römischer Zeit vermochte die Stadt ein vorwiegend gutes Verhältnis zu Rom aufzubauen und gelangte als bedeutender Handelsplatz der Region zu ihrer größten Blüte. Insbesondere der Export von Wein, Öl, Salz und Pferden brachte Aspendos Reichtum und Wohlstand. Aspendos war Sitz eines Bischofs; auf das Bistum geht das Titularbistum Aspendos der römisch-katholischen Kirche zurück. Die ersten Silbermünzen zeigen auf der einen Seite bewaffnete Hopliten als Symbol für das Militär, auf der anderen Seite Triskeles (Reihe 1, 460–420 v. Chr.). Als Buchstaben kommen Ε, ΕΣ, ΕΣΤ, ΕΣΤFΕ, ΕΣΤFΕΔIIΥ vor.
Letzteres bedeutet im Deutschen sinngemäß Geldstück aus ΕΣΤFΕΔΥΣ. Spätere Münzen weisen auf der einen Seite zwei Ringer, auf der anderen Seite einen Schleuderer und die bekannten Triskeles auf (Reihe 2–4, 400–250 v. Chr.). Noch später werden die Göttin Athena, Herakles, Zeus und Alexander der Große abgebildet (Reihe 5, 200–150 v. Chr.). Hier taucht auch erstmals AΣ für AΣΠΕNΔOΣ auf. Die Münzen aus römischer Zeit tragen die Symbole des jeweiligen Caesars und die Inschrift AΣΠΕNΔION (Reihe 6, 200–300 n. Chr.) Quelle Wikipedia von 08.12.2020 zwecks Wissenschaftliche Informationen. Wir sind schon Spender dieser Plattform Wikipedia. Info ohne Gewähr.
Silber Stater aus Pamphylia Aspendos um circa 400.v.Chr.
CHF 983.00
Silber Stater aus Pamphylia Aspendos, geprägt um circa 400.v.Chr, in Pamphylia Aspendos.
Avers: Zwei Ringer im Kampf.
Revers Legende: EΣTFEΔIIY. Schleuderer nach rechts, davor Triskeles.
Referenz Nummer: SNG Copenhagen 184. Erhaltung siehe Fotos. Hübsche Tönung. Garantiere die Echtheit der Münze. 1: Provenienz: Auktion SKA Bern 2 (1984). Nr. 245. 2: Herkunft Fachhandel CH, bei einem Experten gekauft, mit Universität Titel.
Gewicht circa: 10.54gr, und etwa Durchmesser: 22-23mm. Schätzwert circa ab 989.- Euro bis 1250.- Euro je nach Qualität. Info ohne Gewähr.
Aspendos war eine antike Stadt in Pamphylien in Kleinasien an der Südküste der jetzigen Türkei, in der Nähe des Dorfes Büyükbelkiz, etwa 5 km östlich von Serik. Das große Theater aus römischer Zeit ist eines der besterhaltenen der Antike. Es wird auch heute noch für Aufführungen genutzt. Die Stadt Aspendos ist nicht ausgegraben. Alle aufragenden Gebäude stammen aus der römischen Blütezeit des 2. und 3. Jahrhunderts n. Chr, als Aspendos ein bedeutendes pamphylisches Handelszentrum war.
Die Örtlichkeit liegt 46 Kilometer östlich von Antalya an der Straße nach Alanya. Aspendos soll nach der griechischen Überlieferung etwa im 12. Jahrhundert v. Chr. von Siedlern aus dem peloponnesischen Argos gegründet worden sein. Der legendäre Seher Mopsos, der auch von Städten wie Perge als Stadtvater verehrt wurde, galt als einer der Gründer. Die Münzen von Aspendos aus dem 5. bis 3. Jahrhundert v.Chr. zeigen den Namen Estwediiys (griechisch ΕΣΤFΕΔIIΥΣ), der wohl auf eine ursprünglich hethitische Gründung verweist, da anzunehmen ist, dass es sich um den örtlichen, pamphylischen Namen des Ortes handelte.
Bei dem Buchstaben F handelt es sich um das Digamma (δίγαμμα), das ursprünglich der sechste Buchstabe des griechischen Alphabets war und den Lautwert [w] hatte. Das Digamma ging im attisch-ionischen Dialekt bereits frühzeitig verloren und ist unter den griechischen Buchstaben, wie sie in der Schule gelehrt werden, nicht mehr vorhanden. Die Stadt hatte eine sehr wechselvolle Geschichte und stand im Verlauf von 800 Jahren unter lydischer, persischer, griechischer, ptolemäischer, seleukidischer, römischer, byzantinischer und seldschukischer Herrschaft. In der byzantinischen Periode wurde die Stadt eine Zeit lang Primoupolis genannt. Aus ihrer griechischen Geschichte ist wenig bekannt. Grabungen können zukünftig sicherlich mehr Erkenntnisse über die vorrömische Epoche bringen. Literarisch belegt ist die Schlacht am Eurymedon. Als Hafenstadt war Aspendos früher durch den Fluss Eurymedon, heute Köprü Çayı, mit dem Meer verbunden und dadurch zu bleibendem Wohlstand gekommen. Im letzten Kampf der Perserkriege schlug dort der athenische Feldherr und Flottenführer Kimon 466 v. Chr. die Perser in einer Doppelschlacht zu Land und zu Wasser.
Seitdem markierte der Eurymedon politisch die Sphärentrennung zwischen dem östlichen persischen Einflussgebiet und dem griechischen Kleinasien im Westen. Unter Alexander dem Großen wurde Aspendos nach anfänglichem Widerstand tributpflichtig. In römischer Zeit vermochte die Stadt ein vorwiegend gutes Verhältnis zu Rom aufzubauen und gelangte als bedeutender Handelsplatz der Region zu ihrer größten Blüte. Insbesondere der Export von Wein, Öl, Salz und Pferden brachte Aspendos Reichtum und Wohlstand. Aspendos war Sitz eines Bischofs; auf das Bistum geht das Titularbistum Aspendos der römisch-katholischen Kirche zurück. Die ersten Silbermünzen zeigen auf der einen Seite bewaffnete Hopliten als Symbol für das Militär, auf der anderen Seite Triskeles (Reihe 1, 460–420 v. Chr.). Als Buchstaben kommen Ε, ΕΣ, ΕΣΤ, ΕΣΤFΕ, ΕΣΤFΕΔIIΥ vor.
Letzteres bedeutet im Deutschen sinngemäß Geldstück aus ΕΣΤFΕΔΥΣ. Spätere Münzen weisen auf der einen Seite zwei Ringer, auf der anderen Seite einen Schleuderer und die bekannten Triskeles auf (Reihe 2–4, 400–250 v. Chr.). Noch später werden die Göttin Athena, Herakles, Zeus und Alexander der Große abgebildet (Reihe 5, 200–150 v. Chr.). Hier taucht auch erstmals AΣ für AΣΠΕNΔOΣ auf. Die Münzen aus römischer Zeit tragen die Symbole des jeweiligen Caesars und die Inschrift AΣΠΕNΔION (Reihe 6, 200–300 n. Chr.) Quelle Wikipedia von 08.12.2020 zwecks Wissenschaftliche Informationen. Wir sind schon Spender dieser Plattform Wikipedia. Info ohne Gewähr.